
Arbeiten in der Gastronomie in Deutschland 2026 – Gehalt, Jobs, Voraussetzungen und Deutschkenntnisse
Die Arbeit in einem Restaurant, Café, Hotel oder einer Kantine kann eine gute Möglichkeit sein, in Deutschland ins Berufsleben einzusteigen – auch wenn die Deutschkenntnisse noch nicht perfekt sind oder keine in Deutschland abgeschlossene Berufsausbildung vorhanden ist.
Die Gastronomie bietet viele unterschiedliche Jobs. Häufige Berufsbezeichnungen in Stellenanzeigen sind Küchenhilfe, Spüler, Servicekraft, Kellner, Koch oder Frühstückskraft.
Wer noch wenig Deutsch spricht und keine abgeschlossene Ausbildung hat, findet besonders als Küchenhilfe oder Spüler vergleichsweise gute Einstiegsmöglichkeiten. Im direkten Kontakt mit Gästen werden dagegen in der Regel deutlich bessere Deutschkenntnisse erwartet.
In diesem Ratgeber zeigen wir, welche Jobs es in der Gastronomie in Deutschland gibt, wie hoch das Gehalt sein kann, welche Tätigkeiten auch ohne Ausbildung möglich sind, wie wichtig Deutschkenntnisse sind und was Beschäftigte über Hygiene und die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG) wissen sollten.
Welche Jobs gibt es in der Gastronomie in Deutschland?
Gastronomie bedeutet weit mehr als Koch und Kellner. Restaurants, Hotels, Cafés, Bäckereien, Kantinen, Catering-Unternehmen und Systemgastronomie benötigen Mitarbeiter für ganz unterschiedliche Aufgaben.
Für viele einfache Tätigkeiten ist keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich.
Küchenhilfe
Die Arbeit als Küchenhilfe gehört zu den typischen Einstiegsjobs in der Gastronomie.
Zu den Aufgaben können gehören:
- Lebensmittel vorbereiten,
- Gemüse waschen, schälen und schneiden,
- Köche bei der Arbeit unterstützen,
- einfache Speisen vorbereiten,
- Arbeitsplätze reinigen,
- Lebensmittel und Geschirr einräumen,
- Hygienevorschriften einhalten.
Eine abgeschlossene Ausbildung als Koch ist für viele Stellen als Küchenhilfe nicht erforderlich. Arbeitgeber achten häufig stärker auf Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, Arbeitstempo und die Fähigkeit, einfache Arbeitsanweisungen zu verstehen.
Spüler
Auch als Spüler ist ein Einstieg in die Gastronomie häufig ohne Berufsausbildung möglich.
Typische Aufgaben sind:
- Teller, Gläser und Besteck spülen,
- Töpfe und Küchenutensilien reinigen,
- den Arbeitsbereich sauber halten,
- Abfälle sortieren und entsorgen,
- bei Bedarf einfache Arbeiten in der Küche übernehmen.
Für diesen Job ist meist keine besondere berufliche Qualifikation erforderlich. Körperlich kann die Arbeit jedoch anstrengend sein, und zu den Stoßzeiten in einem Restaurant muss oft sehr schnell gearbeitet werden.
Die Anforderungen an die Deutschkenntnisse sind hier häufig geringer als bei Tätigkeiten mit direktem Gästekontakt.
Servicekraft
Servicekraft ist eine breite Berufsbezeichnung. Servicekräfte arbeiten beispielsweise in Restaurants, Cafés, Hotels, Kantinen oder bei Veranstaltungen.
Zu den Aufgaben können gehören:
- Bestellungen aufnehmen,
- Speisen und Getränke servieren,
- Tische vorbereiten,
- Geschirr abräumen,
- Buffets auffüllen,
- kassieren,
- Gäste betreuen.
Da Servicekräfte regelmäßig mit Gästen sprechen, sind Deutschkenntnisse hier deutlich wichtiger als bei vielen Tätigkeiten in der Küche.
Kellner / Kellnerin
Kellner müssen Bestellungen verstehen, Fragen zur Speisekarte beantworten, Wünsche der Gäste aufnehmen und häufig auch Zahlungen abwickeln.
Deshalb werden im Service normalerweise bessere Deutschkenntnisse erwartet als bei einem Job als Küchenhilfe oder Spüler.
Zusätzlich zum Gehalt kann in diesem Beruf auch das Trinkgeld eine Rolle spielen.
Koch / Köchin
Für Köche sind die Anforderungen in der Regel höher. Viele Arbeitgeber suchen Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder entsprechender Berufserfahrung.
Wer seine Ausbildung zum Koch im Ausland abgeschlossen hat, sollte je nach persönlicher Situation prüfen, ob eine Anerkennung der beruflichen Qualifikation in Deutschland erforderlich oder sinnvoll ist.
In der Praxis kann jedoch auch langjährige Berufserfahrung eine wichtige Rolle spielen – insbesondere bei privaten Restaurants und kleineren Betrieben.
Barista und Jobs im Café
Cafés benötigen Mitarbeiter für die Zubereitung von Kaffee und anderen Getränken, den Verkauf, die Bedienung der Gäste, die Arbeit an der Kasse und teilweise auch für die Zubereitung kleiner Speisen.
Da der Kontakt mit Kunden hier zum Arbeitsalltag gehört, sind ausreichende Deutschkenntnisse meistens wichtig.
Frühstückskraft im Hotel
Stellen als Frühstückskraft findet man besonders häufig in Hotels.
Typische Aufgaben sind:
- das Frühstücksbuffet vorbereiten,
- Speisen und Getränke nachfüllen,
- Kaffee und andere Getränke zubereiten,
- Tische abräumen,
- Geschirr spülen,
- Hotelgäste betreuen.
Ein Vorteil kann sein, dass man nicht bis spät in den Abend arbeiten muss. Dafür beginnt die Arbeit häufig sehr früh am Morgen.
Arbeiten im Restaurant ohne Deutschkenntnisse – ist das möglich?
Ja, grundsätzlich ist das möglich. Die Auswahl an Stellen ist allerdings kleiner.
Die besten Chancen ohne gute Deutschkenntnisse bestehen meist bei Tätigkeiten, bei denen kein ständiger Kontakt mit Gästen erforderlich ist.
Ein möglicher Einstieg kann beispielsweise so aussehen:
Spüler → Küchenhilfe → erfahrener Küchenmitarbeiter → Tätigkeit mit mehr Verantwortung.
In internationalen Teams kann es vorkommen, dass am Anfang Englisch oder geringe Deutschkenntnisse ausreichen.
Ganz ohne Deutsch wird es jedoch auch in der Küche schwieriger. Zumindest einfache Arbeitsanweisungen sollten verstanden werden.
Mach das sauber.
Bring bitte die Teller.
Das kommt in den Kühlschrank.
Vorsicht, heiß!
Wir brauchen noch Kartoffeln.
Wo ist das Messer?
Schon praktische Deutschkenntnisse auf dem Niveau A1 oder A2 können den Arbeitsalltag erheblich erleichtern.
Wer dagegen als Kellner, Servicekraft oder in einer anderen Position mit regelmäßigem Gästekontakt arbeitet, benötigt normalerweise deutlich bessere Sprachkenntnisse.
Praxisbeispiel: Mit wenig Deutsch in der Küche anfangen
Stellen wir uns jemanden vor, der erst seit kurzer Zeit in Deutschland lebt und Deutsch ungefähr auf A1-Niveau spricht.
Eine Stelle als Kellner wäre am Anfang möglicherweise schwierig. Bestellungen, Fragen zur Speisekarte, Sonderwünsche und die Kommunikation beim Bezahlen müssen schnell verstanden werden.
Als Spüler oder Küchenhilfe kann der Einstieg deutlich einfacher sein.
In den ersten Wochen lernt die Person genau die Wörter, die täglich bei der Arbeit gebraucht werden: Teller, Messer, Kühlschrank, Kartoffeln, Fleisch, putzen, schneiden, bringen, heiß und kalt.
Nach einigen Monaten versteht sie ihre Kollegen deutlich besser und kann weitere Aufgaben übernehmen.
Genau deshalb kann berufsbezogenes Deutsch besonders effektiv sein. Man muss nicht zuerst Tausende Wörter lernen. Für den Einstieg sind vor allem die Wörter und Sätze wichtig, die am Arbeitsplatz tatsächlich gebraucht werden.
Wie viel verdient man 2026 in der Gastronomie in Deutschland?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland 13,90 Euro brutto pro Stunde.
Wer genau den Mindestlohn erhält und durchschnittlich 40 Stunden pro Woche arbeitet, kommt rechnerisch auf rund 2.409 Euro brutto im Monat.
Die Rechnung lautet:
13,90 € × 40 Stunden × 52 Wochen ÷ 12 Monate ≈ 2.409 € brutto.
Das ist lediglich ein Orientierungswert. Das tatsächliche Gehalt hängt unter anderem von Beruf, Berufserfahrung, Region, Arbeitgeber, Arbeitszeit und zusätzlichen Aufgaben ab.
In der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere monatliche Bruttoentgelt bei einer Vollzeitbeschäftigung für Helfer/in – Küche bei rund 2.556 Euro.
Das bedeutet: Eine Hälfte der in dieser Statistik erfassten Vollzeitbeschäftigten verdient weniger, die andere Hälfte mehr. Der Wert ist deshalb keine Garantie für das Gehalt einer konkreten Stelle.
Für qualifizierte Beschäftigte im Restaurantservice (Fachkraft – Gastronomie, Restaurantservice) liegt der entsprechende Wert bei rund 2.652 Euro brutto pro Monat.
Je nach Beruf, Region, Erfahrung und Verantwortung können die Gehälter auch höher liegen.
Wichtig: Bei Gehaltsangaben in Stellenanzeigen handelt es sich normalerweise um das Bruttogehalt, also um den Betrag vor Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.
Trinkgeld in der Gastronomie
Im Service kann neben dem regulären Gehalt auch das Trinkgeld eine Rolle spielen.
In Deutschland runden Gäste die Rechnung häufig auf oder geben bei gutem Service zusätzlich Trinkgeld.
Deshalb können sich die tatsächlichen Einnahmen bei zwei Stellen mit einem ähnlichen Grundgehalt unterscheiden.
Vor Arbeitsbeginn lohnt es sich zu fragen, wie das Trinkgeld im jeweiligen Betrieb verteilt wird. In manchen Restaurants behält die Servicekraft ihr eigenes Trinkgeld, in anderen Betrieben wird es zwischen mehreren Mitarbeitern aufgeteilt.
Kann man in der Gastronomie ohne Ausbildung arbeiten?
Ja. Für viele einfache Tätigkeiten ist eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht zwingend erforderlich.
Bei Stellen als Küchenhilfe oder Spüler können praktische Erfahrung, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und die Bereitschaft zur Schichtarbeit wichtiger sein als ein Berufsabschluss.
Für Köche und andere qualifizierte Tätigkeiten können eine Berufsausbildung und Berufserfahrung dagegen die Chancen auf eine Stelle und ein höheres Gehalt deutlich verbessern.
Die Gastronomie bietet deshalb auch Menschen ohne deutsche Berufsausbildung Möglichkeiten, mit einer einfachen Tätigkeit einzusteigen und sich anschließend weiterzuentwickeln.
Ein möglicher Weg ist:
Spüler → Küchenhilfe → erfahrener Küchenmitarbeiter → Kochhilfe → weitere berufliche Entwicklung.
Was sind § 43 IfSG und Gesundheitszeugnis?
Wer in Deutschland in der Gastronomie arbeitet, begegnet häufig dem Begriff Gesundheitszeugnis.
Dieser Ausdruck wird im Alltag weiterhin verwendet. Gemeint ist heute in der Regel die Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Personen, die erstmals bestimmte Tätigkeiten mit Lebensmitteln ausüben oder in Küchen von Gaststätten und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung arbeiten, benötigen die entsprechende Bescheinigung des Gesundheitsamtes oder eines vom Gesundheitsamt beauftragten Arztes.
Bei der erstmaligen Aufnahme der Tätigkeit darf diese Bescheinigung nicht älter als drei Monate sein.
Nach Aufnahme der Tätigkeit muss der Arbeitgeber seine Beschäftigten erneut belehren. Anschließend muss diese Belehrung alle zwei Jahre wiederholt werden.
In Stellenanzeigen kann deshalb beispielsweise stehen:
Gesundheitszeugnis erforderlich
oder
Belehrung nach § 43 IfSG erforderlich.
Das ist bei vielen Tätigkeiten mit Lebensmitteln eine normale Voraussetzung.
Welche Arbeitszeiten gibt es in der Gastronomie?
Die Arbeitszeiten gehören zu den wichtigsten Punkten, die man vor der Annahme einer Stelle prüfen sollte.
Restaurants sind gerade dann geöffnet, wenn viele andere Menschen bereits Feierabend haben.
Deshalb muss man je nach Arbeitsplatz mit folgenden Arbeitszeiten rechnen:
- Abendschichten,
- Arbeit am Samstag und Sonntag,
- Arbeit an Feiertagen,
- wechselnden Dienstplänen,
- sehr frühen Schichten im Hotel- und Frühstücksservice.
In Stellenanzeigen findet man häufig Begriffe wie:
- Schichtarbeit – Arbeit in unterschiedlichen Schichten,
- Wochenendarbeit – Arbeit am Wochenende,
- Frühschicht – frühe Arbeitsschicht,
- Spätschicht – spätere Arbeitsschicht,
- Teilzeit – Beschäftigung mit reduzierter Wochenarbeitszeit,
- Vollzeit – Beschäftigung mit voller Arbeitszeit.
Deshalb sollte man Stellenangebote nicht ausschließlich anhand des Gehalts vergleichen.
Zwei Jobs mit demselben Stundenlohn können im Alltag sehr unterschiedlich sein, wenn man bei einer Stelle überwiegend tagsüber und bei der anderen regelmäßig abends, am Wochenende und an Feiertagen arbeitet.
Ist die Gastronomie für Berufseinsteiger geeignet?
In vielen Fällen ja.
Besonders einfache Tätigkeiten können für Menschen interessant sein, die:
- erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben,
- noch Deutsch lernen,
- keine in Deutschland erworbene Berufsqualifikation haben,
- möglichst schnell arbeiten möchten,
- bereit sind, körperlich zu arbeiten und im Schichtdienst eingesetzt zu werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Arbeit leicht ist.
In einer Küche kann es heiß sein, während der Mittags- und Abendzeiten ist das Arbeitstempo häufig hoch, viele Tätigkeiten werden im Stehen ausgeführt und im Service braucht man Geduld und die Fähigkeit, auch in stressigen Situationen freundlich und ruhig zu bleiben.
Wo findet man Restaurant- und Küchenjobs in Deutschland?
Bei der Jobsuche ist es hilfreich, die konkreten deutschen Berufsbezeichnungen zu kennen.
Geeignete Suchbegriffe sind beispielsweise:
- Küchenhilfe Jobs
- Spüler Jobs
- Servicekraft Gastronomie
- Kellner Jobs
- Frühstückskraft Hotel
- Koch Jobs
- Restaurant Mitarbeiter
Wer noch wenig Deutsch spricht, kann zusätzlich nach Begriffen suchen wie:
- Küchenhilfe ohne Deutschkenntnisse
- Gastronomie ohne Deutschkenntnisse
- Küchenhilfe Quereinsteiger
Als Quereinsteiger bezeichnet man jemanden, der aus einem anderen Beruf oder einer anderen Branche in ein neues Tätigkeitsfeld wechselt.
Wenn in einer Stellenanzeige ausdrücklich Quereinsteiger willkommen sind, bedeutet das häufig, dass der Arbeitgeber nicht ausschließlich Bewerber mit einer Ausbildung oder langjähriger Erfahrung in genau diesem Beruf sucht.
Stellen findet man auf großen deutschen Jobportalen, bei der Bundesagentur für Arbeit sowie direkt auf den Websites von Restaurants, Hotels und Gastronomieunternehmen.
Gerade bei kleineren Restaurants und Cafés kann es sich außerdem lohnen, direkt beim Betrieb nach freien Stellen zu fragen.
Was sollte man vor der Unterschrift unter den Arbeitsvertrag prüfen?
Nicht nur das Monatsgehalt ist wichtig.
Vor der Unterschrift sollte geklärt werden:
- Wie hoch ist der Bruttostundenlohn?
- Wie viele Arbeitsstunden stehen im Vertrag?
- Wie werden Überstunden erfasst und vergütet?
- Muss regelmäßig an Sonn- und Feiertagen gearbeitet werden?
- Wie wird der Dienstplan erstellt?
- Gibt es Zuschläge?
- Wie wird das Trinkgeld verteilt?
- Stellt der Arbeitgeber Arbeitskleidung zur Verfügung?
- Ist eine Belehrung nach § 43 IfSG erforderlich?
- Gibt es eine Probezeit?
- Wie viele Urlaubstage sind im Arbeitsvertrag vorgesehen?
Gerade in der Gastronomie ist es sinnvoll, auch selbst den Überblick über die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden zu behalten und zu wissen, wie Überstunden im Betrieb dokumentiert und ausgeglichen werden.
Deutsch für die Arbeit im Restaurant und in der Küche
Man muss nicht erst perfekt Deutsch sprechen, bevor man sich um einen Job in der Gastronomie bewirbt.
Oft ist es sinnvoller, zunächst genau die Wörter und Sätze zu lernen, die im jeweiligen Beruf täglich gebraucht werden.
In der Küche sind beispielsweise wichtig:
- Lebensmittel,
- Küchengeräte und Arbeitsmittel,
- Tätigkeiten wie schneiden, putzen oder bringen,
- Mengenangaben,
- Temperaturen,
- Hygienevorschriften,
- Sicherheitsanweisungen.
Im Service kommen weitere Themen hinzu:
- Gäste begrüßen,
- Bestellungen aufnehmen,
- Speisen und Getränke,
- Fragen zu Allergenen,
- Sonderwünsche verstehen,
- Rechnungen und Bezahlung,
- Beschwerden und andere Problemsituationen.
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen allgemeinem Deutschlernen und Deutsch für den Beruf besonders deutlich.
Mit DMS auf die Arbeit in der Gastronomie vorbereiten
Mit den DMS-Lerninhalten Deutsch für Gastronomie kannst du wichtige Wörter und praktische Sätze lernen, die bei der Arbeit im Restaurant, in der Küche und in anderen Gastronomiebetrieben tatsächlich gebraucht werden.
Wenn du dich zusätzlich auf Anforderungen rund um Lebensmittelhygiene und § 43 IfSG vorbereiten möchtest, kannst du die DMS-Lernmaterialien und Tests zum Thema Hygiene nutzen.
Auch der DMS-Ratgeber zum Thema Arbeiten in Deutschland ohne Deutschkenntnisse kann hilfreich sein, wenn du noch überlegst, welcher Beruf oder welche Branche für deinen Einstieg geeignet ist.
Das Ziel ist nicht, vor dem ersten Arbeitstag Hunderte zufällige Wörter auswendig zu lernen.
Wichtiger ist, dass du verstehst, was dir ein Kollege, Koch, Vorgesetzter oder Gast im Arbeitsalltag tatsächlich sagt.
Häufige Fragen zu Gastronomie-Jobs in Deutschland
Kann man in Deutschland ohne Deutschkenntnisse im Restaurant arbeiten?
Ja, bei einigen Küchen- und Hilfstätigkeiten ist das möglich. Besonders als Spüler oder Küchenhilfe sind die Chancen besser als in Berufen mit direktem Gästekontakt. Bereits grundlegende Deutschkenntnisse können die Auswahl an Stellen jedoch deutlich vergrößern.
Kann man ohne Ausbildung in einer Küche arbeiten?
Ja. Für Jobs als Küchenhilfe oder Spüler ist häufig keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich. Für Köche und andere qualifizierte Tätigkeiten gelten in der Regel höhere Anforderungen.
Wie viel verdient eine Küchenhilfe in Deutschland?
Das Gehalt hängt von Region, Arbeitgeber und Berufserfahrung ab. In der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere monatliche Bruttoentgelt für Helfer/in – Küche bei Vollzeit bei rund 2.556 Euro.
Wie hoch ist der Mindestlohn in Deutschland 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 Euro brutto pro Stunde. Bei durchschnittlich 40 Arbeitsstunden pro Woche entspricht das rechnerisch rund 2.409 Euro brutto pro Monat.
Was ist ein Gesundheitszeugnis für die Gastronomie?
„Gesundheitszeugnis“ ist ein weiterhin verbreiteter umgangssprachlicher Begriff. Gemeint ist heute in der Regel die Belehrung nach § 43 IfSG und die entsprechende Bescheinigung für bestimmte Tätigkeiten mit Lebensmitteln beziehungsweise in Küchen.
Wie viel Deutsch braucht man als Küchenhilfe?
Ein hohes Sprachniveau ist nicht bei jeder Stelle erforderlich. Man sollte jedoch zumindest wichtige Arbeitsanweisungen verstehen können. Praktische Deutschkenntnisse auf A1- oder A2-Niveau können beim Einstieg bereits ein großer Vorteil sein.
Wo kann man Gastronomie-Jobs in Deutschland finden?
Stellenangebote findet man auf deutschen Jobportalen, bei der Bundesagentur für Arbeit und direkt auf den Websites von Restaurants, Hotels und Gastronomieunternehmen. Für die Suche sollte man konkrete Berufsbezeichnungen wie Küchenhilfe, Spüler, Servicekraft, Kellner oder Koch verwenden.
Kann man ohne Berufserfahrung in der Gastronomie anfangen?
Ja. Für viele Hilfstätigkeiten werden auch Berufseinsteiger und Quereinsteiger eingestellt. Das gilt besonders für Stellen als Küchenhilfe, Spüler und andere einfache Tätigkeiten.
Fazit: Arbeiten in der Gastronomie kann ein guter Einstieg sein
Die Gastronomie kann eine praktische Möglichkeit sein, in Deutschland ins Berufsleben einzusteigen – auch wenn die Deutschkenntnisse noch nicht perfekt sind oder keine in Deutschland abgeschlossene Berufsausbildung vorhanden ist.
Der Einstieg ist beispielsweise als Küchenhilfe, Spüler oder bei der Vorbereitung von Lebensmitteln möglich. Mit zunehmender Berufserfahrung und besseren Deutschkenntnissen können später Tätigkeiten mit mehr Verantwortung und weitere berufliche Möglichkeiten hinzukommen.
Vor der Annahme eines Stellenangebots sollte man nicht nur auf das Gehalt achten. Ebenso wichtig sind Arbeitszeiten, Überstunden, Wochenendarbeit, Hygieneanforderungen und die Frage, wie viel Deutsch für die konkrete Stelle tatsächlich benötigt wird.
Und Deutsch muss nicht losgelöst vom Beruf gelernt werden.
Wenn du weißt, dass du in einem Restaurant, Café, Hotel oder in einer Küche arbeiten möchtest, kannst du gezielt mit dem Deutsch beginnen, das du dort wirklich brauchst.
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